Unterhaltsreinigung: die laufende Pflege
Die Unterhaltsreinigung ist die regelmäßige Reinigung in festen Intervallen: täglich, mehrmals pro Woche oder wöchentlich, je nach Raum. Sie hält ein Objekt auf dem Stand, den es nach der letzten Reinigung hatte. Böden, Oberflächen, Sanitärräume, Küche, Müll. Grundlage ist ein Reinigungsplan, der für jeden Raum festlegt, was wie oft passiert.
Das Entscheidende: Die Unterhaltsreinigung ist auf Routine ausgelegt. Sie ist schnell, weil sie nur das entfernt, was seit dem letzten Mal dazugekommen ist. Ecken, Fugen, Heizkörperinnenseiten oder Schrankoberseiten gehören nicht dazu, jedenfalls nicht in jedem Durchgang.
Grundreinigung: einmal auf null
Die Grundreinigung ist eine einmalige, intensive Reinigung aller Flächen, Oberflächen und Einbauten. Sie geht dorthin, wo die laufende Reinigung nicht hinkommt: hinter und unter Möbel, in Fugen, auf Leuchten und Heizkörper, in Backofen und Kühlschrank, an Fensterrahmen und Rollladenkästen. Kalk in Sanitärräumen, Baustaub nach Handwerkern, Nikotin oder Fett in Küchen werden gezielt entfernt.
Sie dauert je nach Objekt einen halben Tag bis mehrere Tage und wird nach Besichtigung zum Festpreis angeboten. Typische Anlässe sind Ein- und Auszug, der Abschluss einer Renovierung, die jährliche Tiefenreinigung eines Büros oder der Start einer neuen Unterhaltsreinigung.
Der Unterschied auf einen Blick
| Merkmal | Unterhaltsreinigung | Grundreinigung |
|---|---|---|
| Häufigkeit | Laufend, in festen Intervallen | Einmalig oder ein- bis zweimal im Jahr |
| Umfang | Sichtbare Flächen und Sanitär, nach Plan | Alle Flächen bis in die Ecken, inklusive Einbauten |
| Dauer pro Termin | Kurz, oft eine bis wenige Stunden | Halber Tag bis mehrere Tage |
| Typischer Anlass | Laufender Betrieb | Umzug, Renovierung, Jahresreinigung, Neustart |
| Preisbasis | Festpreis pro Monat | Festpreis pro Auftrag nach Besichtigung |
| Vertrag | Laufende Vereinbarung | Auch ohne Vertrag möglich |
Wann Sie beides brauchen
In den meisten Fällen ist die Frage kein Entweder-oder. Drei Konstellationen kommen besonders häufig vor:
- Neustart. Ein Büro, das lange nur oberflächlich gereinigt wurde, bekommt einmal eine Grundreinigung und geht danach in die laufende Unterhaltsreinigung über. Sonst reinigt die Routine jede Woche auf einem schmutzigen Grund.
- Jahresrhythmus. Laufende Reinigung das ganze Jahr, dazu einmal jährlich eine Grundreinigung, zum Beispiel in den Betriebsferien. So bleiben Ecken, Fugen und Heizkörper unter Kontrolle, ohne dass jeder Termin länger dauert.
- Übergabe. Beim Auszug aus gemieteten Räumen eine Grundreinigung für die Abnahme, beim Einzug in neue Räume ebenfalls, und danach die Unterhaltsreinigung für den Betrieb.
Häufige Missverständnisse
„Nach der Grundreinigung ist erst mal Ruhe.“ Nein. Eine Grundreinigung setzt den Zustand auf null, aber schon nach wenigen Tagen Betrieb liegt wieder Staub, und Sanitärräume brauchen ihren Rhythmus.
„Die Unterhaltsreinigung macht mit der Zeit alles sauber.“ Auch nein. Sie ist auf das ausgelegt, was seit dem letzten Termin dazukam. Was vorher schon da war, bleibt, bis es einmal gezielt angegangen wird.
„Fenster sind da doch drin.“ In keinem von beiden automatisch. Die Fensterreinigung ist eine eigene Leistung, die sich in den Reinigungsplan aufnehmen lässt, zum Beispiel vierteljährlich, oder als Teil einer Grundreinigung beauftragt wird.
Die kurze Entscheidungshilfe
- Räume werden laufend genutzt und sollen dauerhaft sauber sein: Unterhaltsreinigung.
- Umzug, Renovierung, Übergabe oder ein Zustand, der eine Routine überfordert: Grundreinigung.
- Beides zusammen: einmal grundreinigen, dann laufend unterhalten. Das ist der Normalfall bei neuen Kunden.