Die Faustregel: nach Raum, nicht nach Büro

Ein Büro besteht aus Bereichen mit sehr unterschiedlicher Beanspruchung. Der Fehler, den viele Reinigungspläne machen: Alles bekommt denselben Rhythmus. Dann wird das Einzelbüro zu oft gereinigt und die Toilette zu selten. Ein guter Plan gibt jedem Bereich sein eigenes Intervall.

BereichBewährter RhythmusWarum
SanitärräumeTäglichHygiene, Geruch und Eindruck bei Gästen. Der Bereich, der am schnellsten auffällt.
Küche und TeekücheTäglichEssensreste, Spüle und Arbeitsflächen. Wo gegessen wird, hilft nur Regelmäßigkeit.
Empfang, Flure, AufzügeZwei- bis dreimal pro WocheHohe Frequenz und die erste Fläche, die Besucher sehen.
EinzelbürosEin- bis zweimal pro WocheWenig Verkehr, meist eine Person. Papierkorb und Oberflächen reichen.
BesprechungsräumeNach Nutzung, mindestens wöchentlichNach Terminen mit Kunden sofort, sonst im Wochenrhythmus.
BödenZwei- bis dreimal pro WocheTeppich saugen, Hartboden wischen. Im Winter und bei Publikumsverkehr öfter.
Fenster innenMonatlich bis vierteljährlichFingerabdrücke an Glastüren öfter, Bürofenster seltener.
Fenster außenVierteljährlichJe nach Straße, Bäumen und Wetter auch häufiger.
Heizkörper, Leuchten, TürenMonatlichStaub sammelt sich langsam, fällt aber irgendwann auf.

Diese Werte sind Erfahrungswerte für ein normal genutztes Büro. Sie sind der Ausgangspunkt für einen Plan, nicht das Ergebnis.

Was den Rhythmus verkürzt

  • Publikumsverkehr. Kunden, Patienten oder Mandanten im Haus bedeuten mehr Schmutz an Böden und Sanitär und höhere Ansprüche an den Eindruck.
  • Viele Menschen auf wenig Fläche. Ein Großraumbüro mit vierzig Arbeitsplätzen verschmutzt schneller als vier Einzelbüros.
  • Essen am Arbeitsplatz. Krümel, Flecken und volle Papierkörbe sprechen für tägliche Oberflächen- und Müllroutine.
  • Umgebung. Baustellen, viel befahrene Straßen und Bäume vor dem Fenster verkürzen vor allem die Intervalle für Böden und Glas.
  • Allergiker im Team. Häufigeres Saugen und Wischen reduziert Staub und Pollen spürbar.

Was ihn verlängert

  • Clean-Desk-Regel. Freie Schreibtische lassen sich schnell und vollständig reinigen. Der Termin wird kürzer, nicht seltener.
  • Homeoffice-Tage. Ist das Büro an festen Tagen halb leer, kann der Plan darauf abgestimmt werden.
  • Wenig Besuch. Reine Innenbüros ohne Kundenkontakt kommen bei Fluren und Empfang mit längeren Abständen aus.

So stellen Sie Ihren Reinigungsplan auf

  1. Räume in Gruppen einteilen: Sanitär, Küche, Verkehrsflächen, Arbeitsplätze, Besprechung, Fenster.
  2. Jeder Gruppe ein Intervall geben, ausgehend von der Tabelle oben und angepasst an Ihre Nutzung.
  3. Festlegen, was pro Termin passiert: Welche Oberflächen, welche Böden, ob Verbrauchsmaterial nachgefüllt wird.
  4. Sonderleistungen terminieren: Fenster, Heizkörper, Grundreinigung im Jahresplan.
  5. Vier Wochen laufen lassen, dann nachjustieren. Meist zeigt sich schnell, wo der Rhythmus zu eng oder zu weit ist.

Der Rhythmus ist nicht in Stein gemeißelt

Ein guter Reinigungsplan wächst mit dem Betrieb. Neue Mitarbeitende, ein zusätzlicher Besprechungsraum, Betriebsferien oder eine Baustelle nebenan sind Gründe, ihn anzupassen. Bei Clean Atelier laufen solche Änderungen über Ihren festen Ansprechpartner und werden im Leistungsplan festgehalten, damit Angebot und Ausführung zusammenpassen.